"Ja, es ist Liebe"

Fleisch Porträts • 9. November 2014
Bild: Konstantin Filippou
Über die Leidenschaften des Kochs Konstantin Filippou, wenn sein Restaurant einmal zu hat

Dem Wein zuhören

Paradiso Porträts • 18. Juni 2013
Besuch an der Côte Catalane: Tom Lubbe und das Musterweingut Matassa

Mathias Dahlgren

Der Feinschmecker Porträts • 4. September 2012
Bild: Mathias Dahlgren
Koch des Monats September, gewählt von "Der Feinschmecker"

Klane Wunder

Porträts profil • 21. Mai 2012
Bild: Klemens Lendl (links), David Müller (rechts)
Meister des neuen Wienerlieds: Christian Seiler über „Die Strottern" und ihr neues Album „Wia Tanzn is"

Walter Klier

Porträts Quart • 14. Dezember 2011
Über den schreibenden Wanderer, den wandernden Schriftsteller Walter Klier

Andreas Döllerer

Der Feinschmecker Porträts • 26. Oktober 2011
Koch des Monats November 2011, gewählt von "Der Feinschmecker"

Rasmus Kofoed

Der Feinschmecker Porträts • 21. September 2011
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Bild: Politiken

Der Meistertüftler aus dem "Geranium" in Kopenhagen
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Besuch beim "New Vegetarian" Yotam Ottolenghi in London

Der Beobachter

Das Magazin Porträts • 13. Mai 2011
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Was wir vom Zoologen Jörg Hess lernen können: Über Gorillas, Siebenschläfer und Hornissen. Vor allem aber über uns selbst

Hans Dichand

Porträts Weltwoche • 3. September 2009

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Hans Dichand, 88, ist der Kaiser von Österreich, und seine Krone trägt er nicht auf dem Kopf, sondern er liefert sie aus. Täglich, in Millionenauflage. 


Ernst Molden

Porträts profil • 15. Juni 2009
Christian Seiler über den Musiker, Schriftsteller und Journalisten Ernst Molden, dessen Freund und Partner Willi Resetarits und deren gemeinsames Album „Ohne di".

Jim Carrey

Porträts Red Bulletin • 5. Mai 2009
19 Filme von Jim Carrey. Dauergrinsen oder echter Spaß? Ein Selbstversuch. Und 19 Filme in der Detailaufnahme.

Catarina Patricio

Porträts Red Bulletin • 5. März 2009
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Manfred Klimek fotografiert Catarina Patricio


Catarina Patricio studiert in ihren Bildern die Verwandtschaft von Mensch und Maschine. Im Hangar-7 sind ihre Werke gemeinsam mit denen neun anderer portugiesischer Künstler ausgestellt.

Gregor Schlierenzauer

Porträts Red Bulletin • 30. Januar 2009
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Er ist ein Skispringer, wie es nur alle zehn Jahre einen gibt. Er mag  
Jack Johnson, beherrscht die Lüfte, sammelt Schanzenrekorde und legt  
stets Wert darauf, alle Aufgaben stilvoll zu erledigen. Schaut Euch bitte die Mütze an.

Foto: Philipp Horak

Josef Schützenhöfer

Fleisch Porträts • 1. April 2008

Der Kampf des Malers Josef Schützenhöfer gegen das Vergessen des Kampfpiloten Harry W. Moore. Eine Positionsbestimmung.

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Walter Pichler

Porträts • 1. Dezember 2007

Der Mann mit dem grauen Anzug durchquert den lichtdurchfluteten Raum. Draußen formieren sich Schneewolken über der Berliner Museumsinsel und fressen das Licht des frühen Nachmittags. In die Außenwand des Raumes sind vom Fußboden bis zur Decke hohe Fenster eingeschnitten. So bleibt der Raum auch, als es draußen dramatisch dunkler wird, hell. 

Peter Sellars

Porträts Weltwoche • 12. September 2005
Peter Sellars plagen keine Zweifel an seiner Mission. Die Frage, ob uns Mozart zu seinem 250. Geburtstag noch etwas zu sagen hat, versteht er nicht. Er kann sie nicht verstehen: seinem Gehirn fehlen die dafür notwendigen Rezeptoren. Die weithin hörbare Kritik am Subventionstheater, an den Millionen verschlingenden Theater- und Opernfestivals Europas; Peter Sellars hat kein Ohr frei. Er ist gerade an seinen I-Pod angestöpselt, um die neue Oper von John Adams zu studieren. Die Diskussion über die Sinnsuche im Theater; über die Absenz zeitgenössischer Stücke an unseren Bühnen; die verbissene Jagd einer ganzen Generation von Regisseuren nach einem Wurstzipfel an Originalität; das Zetern über des Kaisers neue Kleider, wie sie auf unseren Bühnen angeblich getragen werden; der Regisseur Peter Sellars, 48, schüttelt den Kopf. Kein Grund, zu zetern. Er ist der Schneider.

Moritz Leuenberger

Porträts Weltwoche • 15. November 2004
Der Schweizer Bundesrat, der lieber als Politiker ganz sicher Schriftsteller wäre, aber trotzdem Politiker ist. Was hat das für einen Grund?

Julian Barnes

Porträts Weltwoche • 1. März 2004

Im Garten von Julian Barnes wachsen merkwürdige Pflaumen. Ihre Haut schimmert in einem stark zu Karmesinrot tendierenden Violett, das Fruchtfleisch ist von einladend sattem Gelb. Sie schmecken, mhm, wie reife Pflaumen eben schmecken, süß mit einem angenehmen Schuss Fruchtsäure. Aber sie sehen aus, als hätte Tomi Ungerer im Evolutionslabor ein bisschen die Puppen tanzen lassen: wer sonst würde Pflaumen in der Façon ausladender Frauengesäße wachsen lassen?

André Heller

Porträts profil • 1. November 2003

Der junge Mann besaß einen schlanken, gut trainierten Körper und einen verwegenen Geschmack. Er trug seine Haare wie eine Palme ihre Blätter, und mit Ausnahme einer Cargohose wurde der Körper nur von raumgreifenden Tätowierungen bedeckt. Von den Schultern führte ein entschlossenes Zickzackmuster hinunter zu den Händen, und weit unter dem Nabel entfaltete ein abstrakter Vogel seine Schwingen. Wo der Vogel den Schnabel hatte, war nur zu ahnen. So tief saß die Cargohose auch wieder nicht.

Luc Bondy

Das Magazin Porträts • 1. Dezember 2001

20 Minuten vor Mitternacht schlägt sich Luc Bondy mit der flachen Hand auf die Stirn und stöhnt: «Komplizin. Sie ist seine Komplizin!»

Er springt auf, doch das ist gar nicht so einfach. Die Tische im «Purpur» sind niedrig, die noch niedrigeren Sitzbänke eigentlich keine Sitzbänke, eher mit Kelimstoff überzogene Sofas, auf denen man erstklassig Tee trinken, Fernsehen oder ein Kind machen könnte. Nur fürs schnelle Aufstehen sind sie nicht gemacht. 

Jakob Arjouni

Porträts • 10. Oktober 1996

Er sitzt zwischen dem Moderator und seinem ersten Verleger und trinkt das Bier aus. Es handelt sich um ein „Berliner Kindl", das Lokalgebräu. An der Bar des Literarischen Colloquiums (LCB), einer monumentalen Villa am Ufer des Wannsees, gab es weder europataugliches Beck's, geschweige denn etwas Leckeres aus Hessen. Jakob Arjouni quittiert's mit einem Gesicht, in dem sich der kleine Verdruß über das falsche Bier - zuviel Gerbsäure, zuviel Bitterkeit im Verhältnis zur Stammwürze, alles miteinander ein schlechtes Omen für den nächsten Morgen - mit dem größeren Verdruß mischt, zum ersten Mal aus „Magic Hoffmann" lesen zu müssen. 

Johnny Cash

Porträts Weltwoche • 1. September 1996

Doch, er ist geschminkt. Das Sonnenbronze seiner Stirn, das Gesundheitsbraun seiner Wangen stammen genauso aus der Parfümerie wie das Schwarz seiner Haare, das nicht recht decken will und ein helles Grau von 65 intensiven Jahren lebhaft durchschimmern läßt. 

Fritjof Capra

Porträts • 10. April 1996

Als Fritjof Capra seinen Heimaturlaub in Innsbruck dazu nützte, einen grünen Lokalpolitiker aufzusuchen, um sich bei diesem über das Wesen der „Ökosteuer" zu informieren, erlebte er eine rechtschaffene Überraschung. Der Grüne sah aus wie ein Grüner, sprach wie ein Grüner, war ein Grüner - aber er machte keine Anstalten sich mit ihm, Capra, dem Ur-Grünen, zu verbrüdern. Nein, der Grüne duzte ihn nicht einmal; und daß man gemeinsam auf ein naturtrübes Bier gehen könnte, stand keine Sekunde lang zur Debatte. Kühl und nüchtern wickelte der Grüne die Fragestunde ab, und als Capra  wieder draußen auf der Straße stand, dachte er bei sich: „Ist der aber etabliert." Ganz richtig: Vor zehn, zwölf Jahren hätte die Existenz eines anderen jedem einzelnen Tiroler Grünen zu einer kleinen Euphorie verholfen. Heute: gehen die Grünen mit ihren Euphorien sparsamer um.

Christoph Ransmayr

Porträts • 10. September 1995

Die Geschichte des neuen Romans von Christoph Ransmayr beginnt in der 2. Augenklinik des Wiener AKH. Es ist elf Jahre her, daß ein Arzt namens Stur beim damals 30jährigen Journalisten aus Wels eine Augenkrankheit namens „Chorioretinitis centralis serosa" in sehr leichter Form diagnostizierte. Bei diesem Defekt sickert Gewebsflüssigkeit durch undichte Stellen in der Netzhaut und sammelt sich zwischen den Häuten des Augapfels. Die entstehenden Blasen verfinstern den Blick. Kleine, dunkle Löcher stehlen sich aus dem Gesichtsfeld. Als Entdecker der Krankheit firmiert ein japanischer Augenarzt. Nach ihm heißt die bei Ransmayr festgestellte Sehschwäche „Morbus Kitahara".


Food & Beverage

Christian Seilers
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